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Hebel und Margin im Devisenhandel



Das Ausmaß des Hebels oder engl. "Leverage" ist eine weitere Besonderheit im Devisenhandel. Der Hebel wird mit Hinterlegung eines "Margins" angewendet. Das Margin ist eine Geldsumme, die als Sicherheit hinterlegt wird. Der Kunde darf dann in weit größerem Ausmaß Devisen kaufen und verkaufen als er Margin hinterlegt hat. Zahlt ein Kunde z.B. 1.000 Euro Margin auf sein Konto ein und kauft er für 10.000 Euro den US-Dollar, hat er einen Hebel mit dem Faktor 10 (1.000x10=10.000) angewendet (Leverage 10:1).

Aus dem großen Umsatz des Marktes und der Vielzahl der Marktteilnehmer resultiert eine große Liquidität. Das heißt, dass es relativ einfach -und vor allem schnell- möglich ist, eine große Position zum Marktpreis zu kaufen oder zu verkaufen. Aus diesem Grunde gewähren viele Forexbroker einen teilweise sehr hohen Hebel. Sollte die Position weit in die falsche Richtung laufen (Fehlspekulation) und das Margin "aufgefressen" werden, kann der Broker einfach den Posten auflösen. Da er - wie oben erläutert - für gewöhnlich den Spread verdient, gibt es ein großes Interesse an möglichst umfangreichen Handelspositionen.

Häufig werden Hebel von 100:1 bis 200:1 angeboten, das heißt der Kunde kann Devisenwerte bewegen, die 200-fach größer sind als das hinterlegte Kapital. Es gab bereits Broker, die einen Hebel von 1.000:1 anboten. Dadurch lassen sich bei den Handelsaktivitäten - bezogen auf das eingesetzte Kapital - sehr hohe Gewinne erzielen. Der Hebel wirkt allerdings in gleichem Ausmaß auch in die andere Richtung. Man kann daher sehr schnell sein gesamtes Handelskapital verlieren (Totalverlustrisiko).

Hier wird deutlich, dass diese Form der Spekulation ein sehr hohes Risiko beinhaltet. Daher hat das Risiko-Management in diesem Fall eine immense Relevanz. Das Risiko muss im Strategierahmen immer dem erwarteten Gewinn gegenübergestellt gestellt werden (Risk/Reward Ratio).




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