Risikomanagement
Um dauerhaft mit dem Devisenhandel zu gewinnen, muss die Summe der Gewinn-Trades
die Summe der
Verlust-Trades jeweils nach Kosten übersteigen.
Man sollte sich darüber im klaren sein, dass man nicht immer
gewinnt, ganz gleich welche Strategie man fährt.
Würde jemand eine "Strategie" nach der Devise "Ich verkaufe
immer erst, wenn ich im Gewinn bin" umsetzen, würde er
wahrscheinlich früher oder später (aufgrund des
Hebels eher früher) den Total-Verlust erleiden.
Um das Risiko zu begrenzen, kann man einen Stop-Loss-Kurs
setzen. Es kann sinnvoll sein, ihn sehr klein zu halten,
nämlich bei starken Kursbewegungen in eine Richtung (sog. "Scalping"). Man
wird dann wahrscheinlich relativ viele kleine Verluste und einige
große Gewinne vorweisen können. Es kann aber auch
angebracht sein, den "StopLoss"
größer als den "TakeProfit"
zu setzen. Dann würden wahrscheinlich wenige
größere Verluste vielen tendenziell kleineren
Gewinnen gegenüber stehen. Generell gilt natürlich:
Wenn man plant, die Position in wenigen Minuten oder Stunden wieder
abzustoßen müssen StopLoss und TakeProfit kleiner
sein als im größeren Zeitrahmen.
Weiterhin kann der Einsatz eines "Trailing-Stops"
helfen, Gewinne zu sichern. Bei einer Position, die sich im
Gewinnbereich befindet, kann der StopLoss auf den "Break-Even", also
die Nullgewinnmarke nachgezogen werden und sukzessive höher.
Außerdem kann ein langsames
Aufbauen oder Abbauen einer Position dabei helfen, das
Risiko zu begrenzen. D.h. man kauft anfangs noch nicht die ganze
gewünschte Devisensumme sondern baut die Position zeitlich
versetzt und somit zu unterschiedlichen Kursen auf. Entsprechendes gilt
beim Ausstieg. Beim Devisentrading ist das aufgrund der
üblichen anteilsmäßigen
Transaktionsgebühr (Spread) gut möglich, im Gegensatz
zur Pauschalgebühr bei Aktien, die dann mehrfach bezahlt
werden müsste.